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Grundlagen der Reanimation: Richtig reagieren, wenn‘s drauf ankommt.

 

Ein kindlicher Kreislaufstillstand wird meist durch Atemprobleme bei Krankheit oder nach einem Unfall ausgelöst, oder das Herz ist durch Vorerkrankungen belastet. Dabei kommt es darauf, an, dass möglichst schnell die richtigen Basismaßnahmen getroffen werden. Gut, wenn Sie jetzt Ihre Pflegekraft an Ihrer Seite haben. Wenn Sie aber alleine von dieser Situation überrascht werden, sollten Sie genau wissen, was zu tun ist. Deshalb haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zusammengestellt, die Sie als Eltern sofort und bis zum Eintreffen der Rettungs- oder Pflegekräfte ergreifen können.

Wenn Ihr Kind nicht mehr ansprechbar ist und auch kein Puls mehr zu tasten ist, sollten Sie als erstes die Atemwege öffnen.

Dazu umfassen Sie den Kopf des Kindes von hinten und platzieren Ihre Finger unter dem Unterkiefer. Jetzt überstrecken Sie den Kopf vorsichtig ein wenig nach hinten – das öffnet die Luftröhre, behebt möglicherweise bereits die Atemnot und Ihr Kind kann wieder selbstständig atmen.

Wenn spontan noch keine Atmung einsetzt, führen Sie zunächst fünf Einheiten Mund-zu-Mund-beatmung durch.

Dazu atmen Sie zunächst aus, dann ein und jetzt setzen Sie Ihren Mund auf den des Kindes. Schließen Sie seine Nase mit Ihrer Hand und atmen Sie 1 – 1,5 Sekunden lang aus – es sollte sich dabei der kindliche Brustkorb deutlich heben. Wiederholen Sie diesen Vorgang viermal.

Wenn es danach immer noch keine Anzeichen für einen funktionierenden Kreislauf gibt, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage.

Dazu setzen Sie Ihren Handballen am Brustkorb des Kindes mittig an, also etwa auf der unteren Hälfte des Brustbeins. Bei Säuglingen arbeiten Sie mit zwei Fingern. Die Druckfrequenz sollte mindestens 100, aber maximal 120 pro Minute betragen. Das heißt, während der Kompressionsphase setzen Sie gleichmäßig etwa zwei Druckimpulse pro Sekunde. Wie tief Sie den Brustkorb eindrücken, hängt vom Alter ab: Bei Säuglingen unter einem Jahr sind das vier Zentimeter, ab einem Jahr fünf Zentimeter. Bitte achten Sie darauf, nach jedem Druck den Brustkorb wieder vollständig zu entlasten – allerdings sollten Sie die Position Ihrer Hand beibehalten und lediglich den Druck lockern. Diese Herzdruckmassage kombinieren Sie mit Mund-zu-Mund-Beatmungen in einem Verhältnis von 30 Kompressionen zu zwei Einheiten Beatmung.

Wenn Sie zur kindlichen Reanimation Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre betreuende Pflegefachkraft.

Gerne führen wir auch bei Ihnen zu Hause eine Notfall-Schulung durch. Sprechen Sie uns an - hier finden Sie die Kontaktmöglichkeiten.