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Ihre Fragen – unsere Antworten! Damit Sie ganz sicher gehen können.

 

Auf dieser Seite finden Sie die Antworten auf Fragen zur außerklinischen (Intensiv-)Pflege, die Eltern häufig an uns herantragen. Ist Ihre Frage nicht dabei? Dann schicken Sie uns bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und wir antworten umgehend. Sie können uns aber auch direkt anrufen unter 09171 829130, am besten in der Zeit zwischen 8-17 Uhr (Freitag von 8-12 Uhr). Wir freuen uns auf Sie!

Wie schnell können Sie mit der Pflege und Versorgung unseres Kindes beginnen?

Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab:
 
- Wie umfangreich ist der Pflegebedarf Ihres Kindes (verordnete Pflegestunden)?
- Wo ist Ihr Wohnort und wie ist unsere aktuelle Personalsituation in Ihrer Gegend?
- Wie schnell erhalten wir eine Kostenzusage Ihrer Krankenkasse (um die Beantragung bei der Krankenkasse kümmern wir uns für Sie)?
 
Vor dem Beginn der Versorgung durch unseren Pflegedienst sind verschiedene Gespräche mit Ihnen und den behandelnden Ärzten notwendig. Dabei soll ermittelt werden, wie viele Pflegestunden von AGAPEO erbracht werden sollen und welche Pflegemaßnahmen durchgeführt werden müssen. Der Arzt stellt dann eine Verordnung auf häusliche Krankenpflege aus. Sobald uns diese vorliegt, setzen wir uns mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung und beantragen die Übernahme der Kosten.
 
Parallel dazu wählen wir ein individuelles Team aus verschiedenen Pflegekräften aus, das später sorgfältig zu Hause von einer erfahrenen Pflegekraft eingearbeitet wird.

Haben Sie als Pflegedienst einen bestimmten Tagesablauf, auf den wir uns als Familie einstellen müssen?

Nein. Grundsätzlich ist es sogar genau anders herum: wir stellen unsere Leistungen so zur Verfügung, dass Ihr familiärer Rhythmus so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Natürlich stehen zunächst einmal die Bedürfnisse Ihres Kindes im Mittelpunkt: Was verlangt die Grundpflege? Welche Behandlungen wurden verordnet? Aber auch: Wie verbringt Ihr Kind gerne seinen Tag? Welche Aktivitäten machen ihm Freude und wie gliedert sich die Pflege nahtlos ein?

Unter welchen Voraussetzungen hat mein Kind Anspruch auf häusliche Krankenpflege?

Der Gesetzgeber unterscheidet Leistungen der Grund- und Behandlungspflege.

Um Leistungen der Grundpflege zu erhalten, ist eine Einstufung Ihres Kindes durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) erforderlich. Dieser stellt eine Pflegestufe bzw. ab 01.01.2017 einen Pflegegrad fest. Der Pflegegrad bestimmt die Höhe der Leistungen. Weitere Informationen zu den Leistungen der Grundpflege finden Sie hier.

Um Leistungen der Behandlungspflege zu erhalten, ist eine Verordnung auf häusliche Krankenpflege durch den behandelnden Arzt erforderlich. Dieser legt darin fest, wie viele Pflegestunden für die optimale Pflege Ihres Kindes durch den Pflegedienst erforderlich sind und welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen.

Wer trägt die Kosten der häuslichen Krankenpflege?

Das hat der Gesetzgeber allgemeingültig bestimmt. Die entsprechende Beschreibung findet sich in § 14 des Sozialgesetzbuchs (SGB) XI. Demnach gilt Ihr Kind als pflegebedürftig, wenn es wegen Krankheit oder Behinderung dauerhaft in erheblichem Umfang auf Hilfe im täglichen Leben angewiesen ist. „Dauerhaft“ bedeutet dabei: über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten.

Man unterscheidet beim Pflegebedarf die Pflege im engeren Sinne (Grundpflege, Behandlungspflege) und die Versorgung im Alltag. Damit ist im Wesentlichen die hauswirtschaftliche Betreuung wie zum Beispiel das Einkaufen, Kochen und Saubermachen gemeint. Allerdings spielt nur der zeitliche Aufwand eine Rolle, der über den Pflegebedarf eines gesunden gleichaltrigen Kindes hinausgeht.

Wie können Sie uns sonst noch helfen?

Wenn man an die Pflege zu Hause denkt, kommen zunächst die Grund- und Behandlungspflege in den Sinn, also die körperliche und medizinische Pflege Ihres Kindes. Für ein zufriedenes Kind – und zur Unterstützung der Familie – braucht es aber mehr. Diese Mehrwert-Leistungen umfassen zum Beispiel:

  • das Überleitungsmanagement von der Klinik in Ihr Zuhause
  • die Pflegeberatung, zu der wir zu Ihnen in die Familie kommen
  • die Frühgeborenen-Nachsorge
  • die Verhinderungspflege
  • die Basale Stimulation sowie
  • die Schul- und/oder Urlaubsbegleitung

Die vielleicht wertvollste Hilfe ist aber das empathische, vertrauensvolle Gespräch, für das Sie uns zu jeder Zeit erreichen können. Wir nehmen uns Ihrer Sorgen an und kennen alle finanziellen, pflegerischen und technischen Möglichkeiten für Sie und Ihr Kind.

Ich habe keinerlei Erfahrungen in der Kinderkrankenpflege - werde ich schaffen, was zu tun ist?

Keine Sorge. Von den Eltern unserer Schützlinge hören wir immer wieder, wie gut sie sich trotz anfänglicher Bedenken und nach einer Anlaufphase in die erforderlichen Pflegetätigkeiten einfinden konnten. Der Grund ist ganz einfach: Wir Menschen entwickeln uns mit unseren Aufgaben – und uns wachsen gerade aus Liebe zu unseren Kindern neue Kräfte und wertvolle Fähigkeiten zu. Dazu tragen wir bei, indem unsere Pflegekräfte Sie geduldig und fachkundig bei der täglichen Pflege anleiten. Dadurch gewinnen Sie die Sicherheit, die Sie jetzt brauchen. Sie werden auch erfahren: in behutsamer und liebender Haltung kann man gar nicht so viel falsch machen…