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Eltern und Angehörigen, die Ihre hilfsbedürftigen Kinder zu Hause pflegen, steht unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung durch die Pflegekassen zu. Wie umfangreich diese ausfällt, bestimmt sich nach dem Pflegegrad, in den Ihr Kind eingeordnet wird. Voraussetzung für einen Pflegegrad ist die dauerhafte Pflegebedürftigkeit, das ist ähnlich wie bei Erwachsenen. Allerdings wird bei einem Kind nur der Aufwand erstattet, der über den altersgemäßen Betreuungsaufwand gesunder Kinder hinausgeht – zum Beispiel die Hilfen bei der Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Mobilität.

Je nach Pflegegrad stehen Ihnen verschiedene Leistungen in unterschiedlicher Höhe zu. Die wichtigsten Leistungen zusammengefasst (ohne Gewähr):

  • Pflegegrad 1
    125 € / Monat für Betreuungs- und Entlastungsleistungen

  • Pflegegrad 2
    125 € / Monat für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
    316 € / Monat Pflegegeld (oder alternativ 689 € / Monat Pflegesachleistungen des Pflegedienstes. Es kann auch komibiniert in Anspruch genommen werden.)
    1.612 € / Jahr für Kurzzeitpflege
    1.612 € / Jahr für Verhinderungspflege

  • Pflegegrad 3
    125 € / Monat für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
    545 € / Monat Pflegegeld (oder alternativ 1.298 € / Monat Pflegesachleistungen des Pflegedienstes. Es kann auch komibiniert in Anspruch genommen werden.)
    1.612 € / Jahr für Kurzzeitpflege
    1.612 € / Jahr für Verhinderungspflege

  • Pflegegrad 4
    125 € / Monat für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
    728 € / Monat Pflegegeld (oder alternativ 1.612 € / Monat Pflegesachleistungen des Pflegedienstes. Es kann auch komibiniert in Anspruch genommen werden.)
    1.612 € / Jahr für Kurzzeitpflege
    1.612 € / Jahr für Verhinderungspflege

  • Pflegegrad 5
    125 € / Monat für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
    901 € / Monat Pflegegeld (oder alternativ 1.995 € / Monat Pflegesachleistungen des Pflegedienstes. Es kann auch komibiniert in Anspruch genommen werden.)
    1.612 € / Jahr für Kurzzeitpflege
    1.612 € / Jahr für Verhinderungspflege

Über weitere Leistungen der Pflegekasse informieren wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns hier.

Die Leistungen aus der Pflegekasse werden nach Ihrem Antrag und der Prüfung durch die Pflegekasse gewährt. Zunächst wird der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) zu Ihnen nach Hause kommen und Ihr Kind und die Pflegesituation begutachten. Er legt dabei eine standardisierte Entwicklungstabelle zugrunde, die den altersgemäßen Betreuungs- und Pflegeaufwand für Kinder zeitlich einordnet. Der MDK prüft, ob Ihr Kind Unterstützung benötigt, die deutlich darüber hinausgeht.

Wir empfehlen Ihnen, zu diesem Zweck ein Pflegetagebuch zu führen, das Ihre Pflegeleistungen dokumentiert. Damit können Sie bei erschwerenden Faktoren den tatsächlichen, höheren Aufwand nachweisen und müssen sich nicht von vornherein mit dem Ansatz des Mindestaufwands zufriedengeben. Das kann den Unterschied zwischen zwei Pflegegraden und damit entscheidenden Erleichterungen für den Alltag mit Ihrem Kind ausmachen.

Wenn Sie wünschen, sind wir auch bei der Begutachtung durch den MDK dabei.

 

1. Verhinderungspflege
Eine der Leistungen, die wir Ihnen anbieten, ist die Verhinderungspflege. Die Kosten dafür übernimmt die Pflegeversicherung – für längstens vier Wochen im Kalenderjahr. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihr Kind schon sechs Monate lang zu Hause betreut haben. Die Höhe des zur Verfügung stehenden Budgets ist ebenfalls geregelt: Sie können unsere Leistungen bis zur Höhe von 1.550,00 Euro pro Kalenderjahr in Anspruch nehmen. In der Zeit, in der Sie bezahlte Verhinderungspflege nutzen, erhalten Sie bis zu vier Wochen lang die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes ausbezahlt.

2. Grund- und Behandlungspflege
Im Gegensatz zur Verhinderungspflege wird die Behandungspflege von den Krankenkassen nach Verordnung durch Ihren Arzt geprüft und bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen genehmigt (§ 92 Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 und Absatz 7 SGB V). Die Behandlungspflege umfasst alle Behandlungsmaßnahmen zur Heilung, Linderung oder Vorsorge von Krankheiten, also zum Beispiel Absaugen, Blutdruckmessung, Inhalation, Tracheostoma-Pflege, Magensonde legen und wechseln etc. Sie muss von Pflegefachkräften erbracht werden. Die Grundpflege umfasst alle Verrichtungen des täglichen Lebens wie zum Beispiel die Anleitung zur Grundpflege, das Kontinenztraining, die Ernährung (Hilfe bei der Vorbereitung und Nahrungsaufnahme), Mobilität und Körperpflege. Voraussetzung der Leistung durch die Krankenkasse ist die Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den MDK (§ 18 ff SGB XI).

3. Zusätzliche Betreuungsleistungen
§ 45 a des SGB XI sieht die Erstattung weiterer Betreuungsleistungen vor. Sie können in Anspruch genommen werden, wenn „die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer erheblich ist“. Dazu gehören zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten, Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus oder Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen. Sprechen Sie uns bitte an, wir klären mit Ihnen gemeinsam, ob die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind. Sie erhalten dann zusätzlich einen Grundbetrag von 104,00 Euro bzw. bei erhöhtem Bedarf von 208,00 Euro monatlich. Damit können Sie zusätzliche Leistungen für Betreuung oder auch Hilfe im Haushalt in Anspruch nehmen.

Wenden Sie sich bei Fragen rund um die Kostenerstattung für Pflegedienstleistungen an uns. Wir haben die nötige Erfahrung und beraten Sie gerne: Kontaktieren Sie uns hier.

 

Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann… das sagte einst Richard von Weizsäcker. Und wir haben selbst erfahren, wie schnell sich das Leben verändert und was es heißt ein Kind mit Einschränkungen zu haben. Immer für sein Kind da sein, es immer und überall zu vertreten, sich einzusetzen und nie die Kraft zu verlieren, dass ist das was Eltern wollen. Aber wie schafft man es, wenn sich plötzlich alles umstellt und man noch mehr für sein Kind da sein muss.

In so einer schwierigen und vor allem neuen Situation braucht man viel Unterstützung. Dies bekamen wir von der Familie.
Aber wer hilft darüber hinaus? Überwachung der Vitalfunktionen (besondern nachts, wenn man Schlaf braucht, um an nächsten Morgen wieder fit zu sein) Behördengänge, Arztbesuche, Kommunikation zu Ämtern und Krankenkasse, Kindergartenbetreuung. Mit Agapeo haben wir einen tollen Pflegedienst an unserer Seite gehabt, der jederzeit für uns da war und uns in allen Belangen Unterstützt hat.

Was zeichnet Agapeo für uns aus:
– Ein festes gut ausgebildetes Pflegepersonal-Team in angemessener Größe, die abhängig von den Pflegestunden ist. Wir/unser Kind hatte immer bekannte Personen, dem es auch vertraut hat. Auch kennt das Pflegepersonal das Kind und weiß wie es auf bestimmte Gegebenheiten reagiert.
– Individuelle Regelungen der Betreuungszeiten.
– Aufgrund kurzer Dienstwege sehr gute Kommunikation – für jedes Team gibt es eine Teamleitung.
– Wünsche und Anregungen wurden angenommen und nach Möglichkeit umgesetzt. Die Umsetzung erfolgte bei uns immer schnell und problemlos.
– Kindergartenbetreuung, die notwendig war, wurde von Agapeo übernommen.

Liebe Grüße

Sandra Welslau
 

 

Meine Geschichte mit Elke

Hallo ich heiße Andreas Braun und bin am 17.01.2007 in Pegniz geboren. Leider konnte ich nach der Geburt nicht atmen und wurde gleich intubiert. Ein Krankenwagen hat mich gleich nach Bayreuth gefahren. Dort konnten sie nach fünf Tagen auch nichts ausrichten und haben immer wieder intubiert und extubiert, leider alles ohne Erfolg. Wir blieben neun Wochen lang. Meine Mama durfte im Ronald Mc Donald Haus übernachten, so war sie immer bei mir und ich war nicht alleine. Als die Ärzte dort auch keine Lösung mehr wussten, wurde ich nach München ins Haunersche Kinderspital gebracht. Dort wurde mir in der zweiten Woche ein Tracheostoma angelegt. Ich habe nämlich einen zu weichen Kehlkopf und die Luftröhre ist zu weich, außerdem sind die Stimmbänder gelähmt. Endlich konnte ich richtig durchatmen, welch eine Wohltat. Nun mussten meine Eltern lernen wie man eine Kanüle legt. Das war gar nicht so einfach es kostete viel Überwindung aber sie haben es geschafft. Nach sechs Wochen München wurde ich wieder nach Erlangen zurückverlegt. Dort musste ich bleiben bis wir einen Pflegedienst hatten. Mein Papa musste ganz viel Telefonieren, wegen der Kasse. Aber letztendlich nach vier Wochen am 14.06.2007 durfte ich endlich nach Hause, natürlich mit einem Pflegedienst, meine Ansprechpartnerin war Elke Rupp-Reinfelder. Für meine Mama und meinen Papa war es das größte Glück das ich endlich zu Hause war, es war eine sehr harte Zeit für meine Eltern. Mein Pflegedienst unterstützt meine Eltern wo sie nur können, ohne geht’s halt nicht. Für weitere Krankenhausbehandlungen wurde geraten nach Köln zu fahren zum Dr. Puder. Der ist echt Spitze. Im August 2007 war es soweit, wir fuhren nach Köln zur Bronchoskopie und eine PEG wurde mir auch verpasst, denn ich konnte nicht essen. In den folgenden Jahren fuhren wir des Öfteren nach Köln immer wieder zur Kontrolle. Zwischenzeitlich bekam ich im Mai 2010 einen Bruder, jetzt hab ich endlich Verstärkung. Ich freue mich riesig über ihn. Im Februar 2011 wurde ich an den Stimmbändern operiert, endlich klappt es auch mit dem Ventil. Ich kann mich jetzt super unterhalten und verständigen. Ende März musste ich noch einmal nach Köln reise, da blieb ich eine Woche. Am 31.03.2011 wurden mir die Kanäle gezogen und ich konnte ohne atmen. Ist das ein tolles Gefühl! Es können alle noch gar nicht fassen. Nach vier Jahren habe ich sie los. Einfach toll!!! Alle die mich kennen sind sehr glücklich. Ich möchte allen Danke sagen, die mich auf meinem langen Weg begleitet haben. Es ist ein tolles Gefühl nicht alleine zu sein.
Danke

Andreas Braun

 

Ein kindlicher Kreislaufstillstand wird meist durch Atemprobleme bei Krankheit oder nach einem Unfall ausgelöst, oder das Herz ist durch Vorerkrankungen belastet. Dabei kommt es darauf, an, dass möglichst schnell die richtigen Basismaßnahmen getroffen werden. Gut, wenn Sie jetzt Ihre Pflegekraft an Ihrer Seite haben. Wenn Sie aber alleine von dieser Situation überrascht werden, sollten Sie genau wissen, was zu tun ist. Deshalb haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zusammengestellt, die Sie als Eltern sofort und bis zum Eintreffen der Rettungs- oder Pflegekräfte ergreifen können.

Wenn Sie zur kindlichen Reanimation Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre betreuende Pflegefachkraft.

Gerne führen wir auch bei Ihnen zu Hause eine Notfall-Schulung durch. Sprechen Sie uns an - hier finden Sie die Kontaktmöglichkeiten.

 

Auf dieser Seite finden Sie die Antworten auf Fragen zur außerklinischen (Intensiv-)Pflege, die Eltern häufig an uns herantragen. Ist Ihre Frage nicht dabei? Dann schicken Sie uns bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und wir antworten umgehend. Sie können uns aber auch direkt anrufen unter 09128 70149-10, am besten in der Zeit zwischen 8-17 Uhr (Freitag von 8-12 Uhr). Wir freuen uns auf Sie!